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Stolzes Jubiläum an der Schule Salenstein

25 Jahre ist es her. Damals haben sich Theo und Gabriella Hauser auf die Stelle als Hauswarte an der neu erbauten Primarschule Salenstein beworben. Wie haben Sie es geschafft, dass das Schulhaus noch heute fast wie neu aussieht?

«Vermutlich haben wir den Zuschlag bekommen, weil wir drei kleine Kinder mitbrachten», antwortet Theo Hauser mit einem Augenzwinkern auf die Frage, warum sie im April 1993 den Job als Hauswarte bekommen haben. Die damalige Schulbehörde unter Präsident Kurt Baumann sah jedoch noch weitere Pluspunkte, die für Hausers sprachen. Als gelernter Schreiner unterstützte Theo Hauser, kaum gestartet, bereits die Handwerker während des Schulhaus-Neubaus.

Am 31. Mai 1993 zog die Familie Hauser ins ebenfalls neu gebaute Haus direkt bei der Schule ein. Noch heute erinnert sich Gabriella Hauser gerne an diesen Tag: «Der Fruthwiler Künstler Hans Niederhauser, der den Schulbrunnen schuf, hat eigens für unsere drei Kinder kleine Holzschiffchen gebaut, die sie dann im Brunnen schwimmen liessen», erzählt sie. Pünktlich auf den Sommer 1993 war auch das neue Schulhaus bezugsbereit. Einen Vorgänger hatte Hauser nicht. Er musste sich alle Informationen und Abläufe selbst erarbeiten. Das war zwar anstrengend, aber auch herausfordernd.

 

«Ich schätze den Kontakt mit Menschen»

Der Beruf des Hauswarts hat sich seitdem stark gewandelt. Hausers Aufgabenpalette startet beim Unterhalt der elektrischen Anlagen und hört beim Putzen auf. Der 59-jährige Theo Hauser verbringt – anders als noch vor Jahren – täglich Zeit vor dem Computer. «Den Kontakt mit den Handwerkern, die in der neuen Mehrzweckhalle ein- und ausgehen, schätze ich sehr», sagt Hauser. Als die Halle vor sieben Jahren gebaut worden sei, habe er in der Baukommission mitgewirkt. Mit den Jahren habe er gewusst, auf was er schauen muss. Zum Beispiel auf die Platzierung des Putzraumes: Für Hauser hat dieser Raum Priorität, da er jeden Tag genutzt wird. Während Theo Hauser die Mehrzweckhalle pflegt, widmet sich Gabriella Hauser dem Schulhaus. Dort schmückt sie manchmal den grossen Tisch im Lehrerzimmer. «Ich mag es sauber und dekoriere für mein Leben gerne», sagt die langjährige Mitarbeiterin der Schule Salenstein. Die Arbeitszeiten könne sie sich selbst einteilen, erklärt Hauser, die Arbeit müsse einfach erledigt sein.

 

Komplimente für das Schulhaus

Theo und Gabriella Hauser liegt viel daran, den Wert der Schulanlage zu erhalten. «Das sind wir nicht nur den Steuerzahlern, sondern auch den Kindern und Lehrpersonen schuldig», sind sie sich einig. Früher, als der Unterricht vorwiegend in den Schulzimmern stattgefunden hat, ist das einfacher gewesen. Heute herrscht ein quirliges Schaffen im Schulhaus. Die Schülerinnen und Schüler bilden Arbeitsgruppen und arbeiten auch in den Gängen. «Die Räume sind alle voll genutzt», erklärt Gabriella Hauser. Das mache es manchmal schwierig, Zeitfenster für die Reinigung zu finden. Trotzdem freuen sich beide über das gut erhaltene Schulhaus und die damit verbundenen Komplimente. «Es ist viel Arbeit, aber wir tragen gerne Sorge dazu», meinen sie unisono. Hausers wohnen nun schon seit 25 Jahren neben dem Schulhaus. Ist das praktisch oder eher mühsam? Es sei beides, sagt das Ehepaar. «Manchmal klingelt jemand um neun Uhr abends oder am Sonntag». Das sei weniger angenehm. «Schön ist jedoch, dass der Arbeitsweg wegfällt», nennen sie einen Vorteil.

 

«Kinder geben einem viel»

In den vielen Jahren haben Theo und Gabriella Hauser etliche Schülerinnen und Schüler kommen und gehen sehen. «Hoi, Theo, ich komme jetzt auch in die Schule», rufen ihm bekannte Kindergartenkinder am ersten Schultag zu. Das sei herzig, meint Hauser lächelnd. Wenn die Sechstklässler jeweils in die Sekundarschule nach Ermatingen wechseln, sei das ebenfalls ein Highlight. «Die sind doch erst grad gekommen», denke er jeweils.

Eines Tages war es, kurz vor Weihnachten: Eine Mutter klingelte an Hausers Türe, um ihnen persönlich zu danken für ihren grossen Einsatz an der Schule. Schmunzelnd berichtete die Mutter von ihrer Tochter, einer Zweitklässlerin, die sie gefragt hatte: «Du, Mutti, hat der Hauswart etwas mit der Putze? Die geht da immer rein und raus.»

«Kinder geben einem viel», sagen Hausers, die seit einem Vierteljahrhundert eng mit der Schule Salenstein verwoben sind. «Unter dem Strich ist es immer eine schöne Zusammenarbeit gewesen», ziehen sie Bilanz. Dem können die Mitglieder der Schulkommission nur beistimmen. Sie gratulieren Gabriella und Theo Hauser herzlich zum 25-jährigen Dienstjubiläum und wünschen Ihnen weiterhin viel Freude und Befriedigung in ihrer Arbeit.


Hausers
Schuleinheit Kindergarten, Primarschule

Datum der Neuigkeit 2. Juli 2018

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